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transfair - Christliche Gewerkschaft Service public und Dienstleistungen Schweiz
VSLF – Verband Schweizer Lokführer und Anwärter
KVöV – Kaderverband des öffentlichen Verkehrs
Medienmitteilung der Personalverbände transfair, VSLF und KVöV zu den
Gesamtarbeitsvertragsverhandlungen mit der SBB

Bern, 29. November 2006

GAV SBB: Lösungen noch am Verhandlungstisch

Die drei Eisenbahner-Personalverbände transfair, Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) und der Kaderverband des öffentlicher Verkehrs (KVöV) setzen sich bei den Gesamtarbeitsvertrags(GAV)-Verhandlungen mit der SBB nach wie vor für Lösungen am Verhandlungstisch und nicht auf der Strasse ein. Sie sehen im jetzigen Zeitpunkt von Kampfmassnahmen ab und wollen die Anliegen des SBB-Personals in harten aber fairen Verhandlungen durchsetzen.

Die laufenden Verhandlungen für einen neuen GAV für das SBB-Personal befinden sich in einer schwierigen Phase. Die SBB fordert ein generelles Minus von 5% bei den Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungsgemeinschaft aller Personalverbände SEV, transfair, VSLF und KVöV (VG) wehrt sich gegen einen einseitigen Sozialabbau und verlangt die Gleichwertigkeit zum gekündigten GAV, welcher noch bis Ende 2006 in Kraft ist.

Die Zeit ist knapp und Lösungen müssen nun auf den Tisch. Verhandlungen beruhen auf Ge-genseitigkeit, darum muss die SBB von ihren einseitigen Abbauforderungen wegkommen und den Weg frei machen für vernünftige und faire Lösungen.

Die Personalverbände transfair, VSLF und KVöV erachten es nicht als sinnvoll, GAV-Verhandlungen in der Öffentlichkeit auszutragen. Denn dies belastet die Verhandlungen und engt vorhandene Aktionsräume unnötig ein. Die drei Verbände bekennen sich zur Sozialpartnerschaft. Im Zentrum stehen für sie faire Sachlösungen im Sinne der SBB-Mitarbeitenden. Darum: Streik ist kein anzustrebendes Ziel.

Weitere Auskünfte:
transfair: Bernhard Schmidt, Leiter Branche öffentlicher Verkehr, 079 827 96 47
VSLF: Hubert Giger, Präsident, 051 281 26 96
KVöV: Ulrich Linsi, Präsident, 079 223 25 35


Die SBB bieten uns eine marginale Reallohnerhöhung für die 41 Std. Woche (realer Mehrwert = 2,4%) sowie evtl. partieller Verzicht auf Teile von Arbeitszeitflexibilisierungs-Forderungen ohne Garantie auf Nicht-Auslagerung der betroffenen Abteilungen. Das Angebot wurde von der VG (Verhandlungsgemeinschaft) klar abgelehnt. Wir sind weiterhin bereit, über die 41 Std. Woche zu sprechen, sofern diese 1:1 kompensiert wird. Wenn die SBB aus 2,4% Mehrarbeit nur 1% Produktivität herausholen können, verbessert sich die Wettbewerbs-fähigkeit nicht mit einem 5% geringeren Lohnniveau, wie in den GAV-Verhandlungen gefordert, sondern mit der Effizienz der verantwortlichen Führungsriege unter Ausschöpfung der bereits vorhandenen Mittel.

Wir sind ebenfalls zu einer Diskussion über Möglichkeiten einer Arbeitszeit-Flexibilisierung bereit, aber auch hier verstehen wir unter einem ausgeglichenen Resultat nicht eine einseitige Verschlechterung zu Ungunsten der Leistungsträger. Zudem bestehen die Hauptprobleme nicht bei den Eisenbahntypischen Berufen, was einer Quersubventionierung gleichkommt welche auf die Dauer kein Problem lösen wird. Dabei beständen mit dem heutigen GAV genügend Möglichkeiten, unsinnige Doppelspurigkeiten und ineffiziente Arbeitsabläufe zu beseitigen.

Wenn schon ein vergleichbarer GAV mit privaten Anbietern gefordert wird, erwarten wir vom Branchenleader der Schweiz mehr als nur partielle Vergleiche; z.T. von Anbietern mit nur knapp ein paar Dutzend Angestellten. Und wenn das Gespenst der Auslagerung heraufbeschworen wird, möchten wir daran erinnern, dass dies bereits geschehen ist.

Die heimlichen Gespräche der SBB Cargo mit der DB ohne Beizug oder gar Information der Sozialpartner zeigen uns deutlich die Schattenplanung der SBB, welche uns Facts als mögliche, vermeidbare Zukunftsvisionen teuer verkaufen will.

Wenn das Lokpersonal weiterhin Zugeständnisse im Bereich Arbeitszeit machen soll – obwohl es mit einem Arbeitszeitgesetz arbeitet, dessen Ursprung aus dem Jahre 1971 stammt und auf der damaligen Produktivität basiert – müssen wir davon ausgehen, dass durch die Kumulation, das Ausreizen des Gesetzes, die massiv höhere Produktivität sowie durch die höhere Arbeitszeit die Sicherheit des Eisenbahnbetriebs zwangsläufig beeinflusst wird. Dann müssen die SBB die Verantwortung mit allen Konsequenzen übernehmen.

Wenn die SBB weiterhin an einem Gesamtpaket, das 5% unter dem heutigen Niveau liegt und dies auf Kosten einzelner Personalgruppen, festhalten, gefährdet sie mutwillig den Arbeitsfrieden.


VSLF, 25. Nov. 2006 GAV-Team

Weitere Info siehe www.vslf.com



Zürich, den 21. Mai 2006

Pressecommuniqué Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter VSLF

Richtigstellung des VSLF bezüglich Bremsproben bei den Schweizer Bahnen


Gemäss Aussage von Bund, SBB und BLS drängen sich nach dem Eisenbahnunglück von Thun am 17. Mai 2006 keine Sofortmassnahmen auf.


Die Durchgangsprobe (Kontrolle der Bremsleitung vor der Abfahrt) – eine Sofortmassnahme nach dem Unfall im Oktober 2003 in Oerlikon – ist bei den BLS nie eingeführt, und bei den SBB im Herbst 2005 ersatzlos aufgehoben worden.

Der VSLF macht darauf aufmerksam, dass diverse Prozessabläufe bei der Bremskontrolle sowohl bei Güter- wie auch bei Reisezügen nicht definiert sind und die Einhaltung der Bremsvorschriften nicht garantiert werden kann.

Der aktuelle Unfall von Thun-Dürrenast zeigt explizit die Wichtigkeit der Einhaltung aller Bremsvorschriften. Diese klar definierten Bremsvorschriften können oft nicht eingehalten werden, da eine allfällige Veränderung der Zugskomposition nicht überprüfbar ist.

Diverse Regelungen in den Ausführungsbestimmungen der Bahnen erlauben Vereinfachungen bei den Bremsproben, obwohl die dazu notwendige technische Ausrüstung bei zahlreichen Fahrzeugen noch nicht gegeben ist.


Der VSLF fordert bei jeder Inbetriebnahme aller Züge die sicherste Bremsprobe (Hauptbremsprobe), bis zur vollständigen Klärung der Betriebsabläufe.
Wir akzeptieren vereinfachte Bremskontrollen, wenn die Erlaubnis dazu von einer zuständigen Stelle erteilt wird, welche die Verantwortung mit allen Konsequenzen trägt.

Ein Eigner, der gleichzeitig auch seine eigene Aufsichtsbehörde ist, muss seine Aufgabe ernst nehmen; zu Gunsten der Sicherheit.


www.vslf.com

Präsident VSLF
Hubert Giger
044/431 99 16
0512/81 26 96
praesident@vslf.com




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Zürich, den 5. Mai 2006

Pressecommunique des Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter VSLF

Beim Zusammenstoss zweier BLS Lokomotiven und einem ICE der Deutschen Bahn sind glücklicherweise keine Todesopfer zu beklagen.

Nach heutigem Wissensstand ist die Ursache für das Unglück das nicht beachten eines Halt zeigenden Rangiersignals durch den Lokführer der BLS Lokomotiven.

Die Vorschriften für eine Lokfahrt gegen eine Zugfahrt sieht vor, dass ohne Verständigung des Lokführers zwei Rangiersignale vor dem Gefahrenpunkt Halt gebieten müssen. Ob dies in Thun der Fall gewesen ist wird in der laufenden Untersuchung abgeklärt.
Es stellt sich die Frage, warum auf einer der neusten Stellwerkanlagen der Schweiz trotzt bereits bekannten Zuggefährdungen in diesem Bereich der Einbau von Schutzweichen, welche den Unfall verhindert hätten, nicht in betracht gezogen wurde.

Der Unfall von Thun zeigt die Verantwortung des Lokpersonals für einen sicheren Eisenbahnbetrieb, zumal gerade Lok- und Rangierfahrten durch keine Sicherheitseinrichtung überwacht werden. Der VSLF fordert, dass die Verordnung des UVEK über die Zulassung zum Führen von Triebfahrzeugen der Eisenbahnen (VTE) beim gesamten Fahrpersonal aller Bahnen konsequent angewendet wird.

Im neuen GAV der BLS Lötschbergbahn AG wurden diverse Arbeitszeit- und Pausenregelung für das Lokpersonal verschlechtert. Arbeitszeitregelungen für das Lokpersonal stehen in direktem Zusammenhang mit der Sicherheit und der VSLF fordert von den Bahnen humane Regelungen welche über den gesetzlichen Mindestanforderungen des Arbeitszeitgesetz AZG liegen.

Der VSLF wünscht allen verletzten Reisenden des Unglücks von Thun baldige Genesung.

Pressestelle VSLF

www.vslf.com

Präsident VSLF
Hubert Giger
044/431 99 16
0512/81 26 96
praesident(at)vslf.com




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Hubert Giger, Präsident VSLF, Hardhof 38, 8064 Zürich

Redaktion Berner Zeitung BZ

Per E-Mail


Zürich, den 30. März 2006


Sehr geehrte Damen und Herren

In Ihrem Artikel „Ein Blick in die Lohntüten“ vom 28. März 2006 ist eine Auswahl von Orts- und berufsüblichen Mindestlöhnen abgedruckt.

Der Lokomotivführer ist mit einem Monatslohn von Fr. 7'062.- angegeben. Dieser Betrag ist richtig für einen Lokführer/in mit mindestens 20 Dienstjahren. Bei weiteren Berufen wurde der Lohn unter Angabe der Berufsjahre angegeben. Dies relativiert den Lohn der Lokführer erheblich.

Tatsache ist, dass der Mindestlohn eines Lokführer bei der SBB AG Personenverkehr beträgt Fr. 4'327.70 + 13. (Monatslohn Jahreslohn Fr. 56’260.-).

Der von Ihnen veröffentlichte Betrag ist als Mindestlohn für den Lokführer nicht richtig.


Wir bitten sie um eine öffentliche Berichtigung Ihrer Aussage.


Besten Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüssen

Hubert Giger
Präsident VSLF





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Pressekommunique

 

Durch die wirtschaftlich notwendige Umstrukturierung des Einzelwagenladungsverkehr EWV bei SBB Cargo, und dem daraus entstehenden Stellenabbau soll der wirtschaftliche Fortbestand von SBB Cargo gesichert werden.

Der Verband Schweizer Lokführer und Anwärter VSLF nimmt den Entscheid mit bedauern zu Kenntnis, sieht jedoch die Notwendigkeit der Massnahmen von SBB Cargo ein.

- Bei einer allfälligen Kostenübernahme durch den Bund wäre der Stellenabbau hinfällig.

- SBB Cargo hat Rückstellungen für Neuorientierungen und Frühpensionierungen zugesagt. Der VSLF begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich.

- Es ist leider zu erwarten, dass auch Lokführer vom Stellenabbau betroffen sein werden.


Der VSLF wird mit SBB Cargo den Prozess aktiv Begleiten und seine Mitglieder vertreten.
Unser Ziel ist es für die betroffenen Lokführer adäquate Lösungen zu finden.


Pressestelle VSLF:
Hubert Giger
Natel: 051/281 26 96
044/431 99 16


koko(at)vslf.com


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