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Die SBB bieten vermehrt zwei Arbeitsverträge für Lokführeranstellungen an, sowohl zwischen SBB Cargo, SBB Infrastruktur und SBB P wie auch innerhalb der SBB Divisionen.

Eine Unterzeichnung von zwei Teilzeit-Lokführer-Arbeitsverträgen hat grosse Konsequenzen und diverse Fragen dazu sind nicht geregelt.

 

Konsequenzen von zwei Arbeitsverträgen:

 

-       Eventuell Verlust von Lohngarantien oder Regionalzulagen. Diese werden gekürzt wenn der Beschäftigungsgrad herabgesetzt wird oder können entfallen, gekürzt, oder in den Lohn eingebaut werden, wenn im Zusammenhang mit einem freiwilligen Stellenwechsel der Lohn neu ausgehandelt wird.

-       Eventuell keine Rückkehrgarantie und keine Garantie, dass Arbeitspensum im Wunschdepot zu erhöhen.

-       Mögliche tiefere Einreihung was sich auch auf die Lohnentwicklung und das PK Guthaben auswirkt.

-       Mögliche Versetzungen (z.B. bei einem Doppelvertrag Basel P/Basel Cargo, welcher eine Versetzung an einen anderen Ort gemäss GAV zulässt)

 

Nicht abschliessend geregelt sind folgende Probleme:

 

-       Zwei Lohnabrechnungen

-       Zwei Zeitabrechnungen

-       Bezug der Ferien

-       Priorität der zugewiesenen Arbeitseinsätze (lead)

 

Sollen die Lokführer für die SBB bei anderen Divisionen Einsätze leisten (was wirtschaftlich Sinn macht und der VSLF begrüsst), könnte dies mit einem Arbeitsvertrag problemlos bewerkstelligt werden (SBB interne Leistungsverrechnung).

Zwei Arbeitsverträge innerhalb derselben Division lehnt der VSLF ab, da sie teilweise der Einsparung der Wegpauschalen dienen und Probleme mit dem Arbeitszeitgesetz AZG entstehen können.

 

Der VSLF empfiehlt den Lokführern dringend, vor der Unterzeichnung von zwei Teilzeit-Arbeitsverträgen diese Punkte zu betrachten.

 

VSLF Nr. 374, 25. September 2012 HG

 


Ausgangslage: Dem Lokpersonal werden ein Arbeitsvertrag mit verschiedenen Stellenprozenten oder mehrere Arbeitsverträge mit unterschiedlichen Dienstorten unterbreitet.

 

Empfehlung 5 beachten.


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