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Am Abend des 21.08.2017 fand die jährliche Mitgliederversammlung des VSLF-Thurbo im Rest. Eisenbahn in Weinfelden statt. Neben einigen Verbandsmitgliedern konnten wir Hubert Giger (Präsident VSLF), Stephan Gut (Präsident Sektion Ostschweiz) und Ruedi Brunner (Leiter VSLF-SOB) als unsere Gäste begrüssen.

 

Zu Beginn der Versammlung folgte ein Rückblick auf die Themen, welche uns letztes Jahr stark beschäftigten. Dies waren einerseits die Verhandlungen zu den neuen GAV-Bestimmungen im Bereich Arbeitszeit und Ferien, zum Schiedsgericht Lohnsystem Thurbo und der Abgabe der neuen Arbeitsgeräte des Lokpersonals.

 

Verhandlungen neues Lohnsystem

Bei den aktuellen Themen waren vor allem die Verhandlungen zum neuen Lohnsystem von Interesse. Da es laufende Verhandlungen sind, konnte nur bedingt informiert werden. Aus den Voten der Anwesenden zeigte sich jedoch, dass gegenüber dem heutigen Lohnsystem vor allem mehr Transparenz gewünscht wird.

 

Zeitabbau Lokpersonal

Die im Sommer publizierte gemeinsame Information von Thurbo und den Sozialpartnern zum Zeitabbau 2017/2018 beim Lokpersonal gab vermehrt Anlass zu Fragen und stiess oft auch auf Unverständnis bei den betroffenen Mitarbeitern. Wir konnten aufzeigen, wieso der VSLF (wie auch die anderen Personalverbände) den von Thurbo beschlossenen Zeitabbau in dieser Form mittragen können. Thurbo hat den Verbänden hierbei auch unsere Auslegung des GAV-Artikels über die Grenzwerte bestätigt. Eine schriftliche Vereinbarung dazu ist noch in Ausarbeitung.

 

Mitgliederanträge

Zwei Mitgliederanträge verlangten Änderungen beim GAV und der BAR-LP. In der dabei entstandenen interessanten Diskussion konnten wir wertvolle Inputs für die aktuellen GAV- Verhandlung sowie für hoffentlich nächstes Jahr folgenden BAR-Verhandlungen mitnehmen. Ein grosses Problem sind nach wie vor die teilweise sehr unterschiedlichen Pausenlängen und die zahlreichen Baustellen, welche viele unattraktive Dienste generieren.

 

Personelles

Zu Beginn dieses Jahres durften wir Manuela Nussbaumer im Vorstand VSLF-Thurbo begrüssen. Sie betreut aktuell die Kasse. Nach 7 Jahren im Vorstand ist René Zöllig als Beisitzer zurückgetreten. Er wurde mit Applaus verabschiedet und seine Arbeit verdankt. Wir suchen daher eine/n neue/n Beisitzer/in für den Vorstand.

 

Im Anschluss folgten angeregte Diskussionen bei einem Apéro in geselliger Runde.

 

 

VSLF Nr. 540, 8. September 2017 SäG



 




Mosterei Möhl AG Arbon

25. September 2017

 

Treffpunkt: Wittenbach SG Bahnhof um 11.41 Uhr (Ankunft Zug aus St. Gallen)

Abfahrt Postauto: 11.45 Uhr bis Stachen Post. 

 

Anschliessend Mittagessen im Restaurant Frohsinn. 

14.00 Uhr: Besichtigung Möhl.

 

Die Besichtigung dauert mit anschliessender Degustation 2,5 Std. Es sind insgesamt 320 Treppenstufen zu bewältigen und verlangt gutes Schuhwerk. Während dem Rundgang und der Degustation im Museum sind keine Sitzmöglichkeiten vorhanden.

Min. 10 bis Max. 25 Personen.

Keine Kinder unter 10 Jahren.

 

Anmelden bei: buergler.fam(at)bluewin.ch Anmeldeschluss 18.9.17.

Bitte Name, Anzahl der Teilnehmer und Telefonnummer angeben.

 


 






 


Am 17. April 2017 haben sich die Sozialpartner mit einer Delegation von Thurbo (Werner Fritschi, Stefan Thalmann, Urs Sennhauser, Daniel Guyer) in Kreuzlingen zur Frühlingssitzung getroffen.

 

Aktueller Geschäftsgang

Die Rechnung des Jahres 2016 schloss mit einem guten Resultat ab. Die Mitarbeiter wurden mit einem Bonus am guten Geschäftsabschluss beteiligt. Der gute Abschluss ist einerseits auf einen gestiegenen Personenverkehrsertrag sowie auf einmalige Effekte zurückzuführen.

Für das Jahr 2017 können noch keine Prognosen gemacht werden, da ein Grossteil der Einnahmen von den Billetterträgen abhängig ist. Die Offerten an die Kantone für die Jahre 2018/19 werden in den nächsten Monaten versendet. Wieviel dann effektiv bestellt wird, kann derzeit noch nicht sicher gesagt werden.

 

GAV-Verhandlungen 2017

Am 20.3.2017 fand das erste Treffen der Berufsverbände mit Thurbo statt. Nachdem letztes Jahr die Kapitel 7+8 des GAV verhandelt wurden, sollen nun die restlichen Kapitel sowie das Thema Lohnsystem behandelt werden. Die BAR LP/ZP werden zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet. Am ersten Treffen wurden die Forderungskataloge ausgetauscht. Weitere Sitzungen sind für Ende April/Anfang Mai angeplant.

 

Pensionskasse

Der Bereich Pensionskasse wurde im Intranet neu strukturiert. Die Rendite und der Deckungsgrad liegen auf dem Niveau des Swiss Benchmark. Im Herbst 2017 läuft die Amtszeit des Stiftungsrates aus. Für die zwei frei werdenden Sitze auf Seite der Arbeitnehmervertreter werden noch geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten gesucht. Bitte meldet euch bei Interesse bei Sämi Gmür oder direkt bei Erich Fry (Vize-Präsident des Stiftungsrates).

 

Zeitabbau / Arbeitszeit

Aktuell besteht beim Lokpersonal ein kleiner (gewollter) Überbestand. Ab 2018, wenn die jetzige LfA-Klasse fertig ausgebildet ist, wird dieser ungefähr 5-10 FTE (Full Time Equivalent) betragen. Damit können auch nächstes Jahr die hohen Zeitkonten abgebaut werden und Zeitbezüge im grösseren Stil getätigt werden. Nutzt diese Möglichkeit! 2019 werden voraussichtlich keine grösseren Bezüge möglich sein.

Das Vorgehen über den Zeitabbau kam bei den Verbänden und vielen Mitgliedern nicht gut an, da unter anderem von einer Zwangseinteilung die Rede ist, falls die MitarbeiterInnen nicht selber aktiv werden und den Vorgaben von Thurbo Folge leisten. Zur Zeit bestehen noch immer Differenzen über die Grenzwerte. Einig sind wir uns im Punkt, dass die effektive Überzeit (Uez) so schnell wie möglich wieder abgebaut werden muss.

Bei den Verhandlungen über Kapitel 7+8 im letzten Jahr wurde vereinbart, die Arbeitszeitmodelltage (ehemals 2'000h / 2'050h-Modelle) mit 492Minuten umzubuchen. Ursprünglich waren pro 6 Tage 50 h (3'000 Minuten) nötig. Eine Anfrage, die fehlenden 8 Minuten aus Kulanz nachzubuchen lehnte Thurbo ab. Es bleibt hier festzuhalten, dass die 8 Minuten auch nach altem Modell der Firma geschenkt wurden.

 

Mitarbeitergespräche

Bei der Handhabung der Zeitgutschriften für die Personalgespräche bestehen noch immer Differenzen zwischen dem VSLF und Thurbo. Es haben sich auch dieses Jahr KollegInnen beim VSLF gemeldet, welche eine Rückkehr zum alten System wünschten, damit sämtliche AZG/BAR-Vorgaben eingehalten werden und besonders die Ruhezeiten jederzeit nachvollziehbar sind. Der VSLF wünscht daher, dass die Personalgespräche wieder, wie bis 2015 üblich, von Anfang an in voller Länge in eine Tour eingeteilt werden. Thurbo lehnt dies weiterhin ab.

 

Verschiedenes

Die Untersuchungen durch den Medical Service der SBB wurden ausgelagert. Vorerst werden die periodischen Untersuchungen von einem Vertrauensarzt in Frauenfeld durchgeführt. Später will man sich der neuen Lösung der SBB mit Helsana/Swiss Medical anschliessen.

Die Mitarbeiterbefragung wurde von rund 75% der Kolleginnen und Kollegen beantwortet. Es wurden ausschliesslich gestiegene Werte verzeichnet. Der Gesamteindruck ist auf dem Level der vergleichbaren EVU. Eine ausführlichere Zusammenfassung folgt. Freihändig angebrachte Bemerkungen werden für die Auswertung gruppiert.

Die Verbände haben sich betreffend der Organisation und Zeitgutschrift für die Abgabe der neuen Arbeitsgeräte (LEA und Mobiltelefon) im Dezember 2016 an Thurbo gewandt. In einem Schreiben von Hr. Boos haben wir einen negativen Entscheid erhalten. Gemäss Thurbo gingen mehrere Rückmeldungen von Lokführern und Lokführerinnen ein, die diesen Entscheid für sehr massvoll halten. Für die Bedienung des Tablets und des Telefons werden am nächsten Kurstag Tipps und Tricks abgegeben.

 

Der Umfang sowie die Art und Weise der Periodischen Prüfungen wird vom BAV in den VTE geregelt. Der Fragenkatalog ist vorgegeben. Thurbo behält im Moment das aktuelle Prüfungsschema. Die Prüfungen sollen jedoch dereinst elektronisch durchgeführt werden.

FDV+AB werden auf Wunsch auch weiterhin im Prüfungsjahr in Papierform abgegeben. Zudem wird es vom BAV einen Zusammenzug der verschiedenen Vorschriften mit Querverweisen im PDF-Format geben. Die SBB-Vorschriften-App ist für Thurbo kein Thema.

 

In Zukunft werden an der Sozialpartnersitzung auch die Leiter Zug- resp. Lokomotivpersonal anwesend sein, damit ein allgemeiner Austausch mit diesen Stellen unbürokratisch stattfinden kann.

 

VSLF Nr. 259, 25. April 2017 SäG

 



 




Am 5. Dezember 2016 haben sich die die Gewerkschaften SEV, transfair und VSLF mit Thurbo nach zwei Verhandlungsrunden auf der Basis der Beschlüsse des Verwaltungsrates auf einen Lohnabschluss für das kommende Jahr geeinigt.

 

- Thurbo erhöht die Lohnsumme um CHF 461‘000. Sie verteilt sie ausschliesslich individuell auf der Basis der Matrix des GAV. Dieser Wert entspricht einer Erhöhung der Gesamtlohnsumme um 1.2 Prozent.

 

- Gleichzeitig wird Thurbo bei einem positiven Rechnungsabschluss 2016 höchstens CHF 400‘000 als Erfolgsbeteiligung gemäss Artikel 9.5 des GAV ausrichten. Die konkret zur Verfügung gestellte Summe bleibt abhängig vom effektiven Ergebnis. Grundlage für den abschliessenden Entscheid ist das Zwischenergebnis von Ende November 2016, das um die Weihnachtstage vorliegt.

 

Gemäss Artikel 9.5 des GAV obliegt die Art der Verteilung der Erfolgsbeteiligung Thurbo. Der
Verwaltungsrat will vorab CHF 100‘000 dem Fonds für vorzeitige Pensionierungen zuweisen.
Thurbo hat sich bei der Entscheidfindung für den Verteilmechanismus der verbleibenden
Summe durch die Personalverbände beraten lassen. Sie hat nach Abwägung der
vorgetragenen Argumente beschlossen, den Erfolg allen Anfang 2017 in einem definitiven
Arbeitsverhältnis befindlichen Mitarbeitenden als Pro-Kopf-Prämie abhängig vom
Beschäftigungsgrad zukommen zu lassen. Ausschlaggebend für diese Vorgehensweise war
die einfache Handhabung der Verteilung. Eine Ausrichtung beispielsweise nach der Matrix
gemäss GAV wäre mit zusätzlichem Programmieraufwand an der Lohnsoftware verbunden
gewesen.


Das Verhandlungsergebnis hält den Vergleich mit den übrigen Lohnabschlüssen in der Branche sehr
gut aus. Mit diesen Lohnmassnahmen verbinden Verwaltungsrat und Geschäftsleitung den besten Dank für die hervorragende Arbeit.


Ergänzend zum Lohnverhandlungsergebnis erhalten alle Mitarbeitenden gemäss den Vereinbarungen zur Anpassung des GAV eine Lohnerhöhung von generell 0.1 Prozent.
Die Sozialpartner halten abschliessend fest, dass sie die Verhandlungen jederzeit konstruktiv und
lösungsorientiert führen konnten.


Kreuzlingen, 9. Dezember 2016

 

 

Würdigung VSLF-Thurbo

 

Den Lohnforderungen der Verhandlungsgemeinschaft SEV, transfair und VSLF standen die Vorgaben
der Leistungsbesteller (Kantone) gegenüber. So war das Angebot von Thurbo unter dem für den
Aufstieg gemäss Lohnsystem Thurbo nötigen Wert.
In der heutigen Wirtschaftslage darf der Abschluss als positiv gewertet werden, auch wenn das
Lohnsystem nicht genügend gespeist werden konnte. Dafür bedanken wir uns bei der Thurbo. Leider fanden Forderungen unsererseits für eine andere Verteilung der Erfolgsbeteiligung keine
Unterstützung.

 



Infolge grossem Andrang, begrüsste uns Sektionspräsident Stephan Gut leicht verspätet  im restlos ausverkauften Restaurant Haldenbach zur Sektionsgeneralversammlung.  Trotz grossem  Personalmangel  in allen Depots der Sektion Ostschweiz, fanden knapp 70 interessierte Mitglieder den Weg nach Zürich.

Zügig führte uns Stephan durch die ordentlichen Traktanden.  Erfreulich ist weiterhin der stete Zuwachs in der Sektion, wo wir bereits die 700er Marke knackten.

Antrag  1 wurde mit gut 60% Stimmen abgelehnt, somit wird die GV weiterhin am Freitag stattfinden! Die Mehrheit wollte die GV nicht Freitag und Samstag jährlich alternierend abhalten, es sei besser wenn man wisse dass Sie immer am selben Tag sei!

Antrag  2 wurde einstimmig angenommen, in Zukunft wird der Sektionsvorstand zusätzlich von zwei Beisitzern begleitet. So werden zukünftige Vorstandsmitglieder sanft in die Verbandstätigkeit eingearbeitet und eine allfällige Ablösung kann ohne grosse Einarbeitungszeit von statten gehen. Erfreulicherweise stellten sich mit Sandro Baumgartner (Altstetten) und Marcel Hämmerli (Zürich) gleich zwei Versammlungsmitglieder zur Verfügung, herzlichen Dank!

Gleich fünf Vorstandsmitglieder mussten für eine weitere Amtsperiode gewählt werden. Ruedi Brunner (Leiter SOB), Sämi Gmür (Leiter Thurbo), Adrian Donau (Kassier) und Christoph Jud (Vizepräsident P) stellten sich für vier weitere Jahre zur Verfügung. Einstimmig wurden sie von der Versammlung bestätigt.  Philipp Maurer ( Vizepräsident G) demissionierte auf die GV. Leider konnte für ihn bis jetzt kein Ersatz gefunden werden, sein Amt bleibt bis auf weiteres vakant.

Sieben Mitglieder unserer Sektion wurden im vergangenen Verbandsjahr pensioniert, es sind dies die Kollegen : Blöchliger Urs, Hässig Werner, Keller Heinz, Schmucki Hans, Stalder Rudolf, Würth Christian und Zimmerli Oskar. Ihnen wurde mit einem kleinen Präsent für die langjährige Treue zum VSLF gedankt. Bereits 15 Jahre lang dokumentiert Piergiacomo Donati die Sitzungen und Versammlungen unserer Sektion und ein Ende ist nicht in Sicht… Vielen herzlichen Dank Pierre!!! Als kleines Dankeschön überreichten wir ihm eine kleine Urkunde und eine Flasche Wein.

Kurz und prägnant informierten Sämi Gmür Thurbo  über die abgeschlossenen  GAV-Verhandlungen  Kapitel 7+8 (Arbeitszeit und Ferien) und Ruedi Brunner  SOB über das neue Lohnsystem, welches aber noch eine Abstimmung erfordert.

Nach einer kurzen Pause informierte uns Stephan Gut warum ESF (Energie Sparendes Fahren) mehr  Energie spart als das von der SBB hochgelobte ADL, warum es trotz Ankündigung von führerlosen Zügen seitens SOB und SBB auch in Zukunft noch Lokführer braucht und warum sich der VSLF konsequent aus der Diskussion über die Mitarbeiterbelohnung von Seite ZF heraushält.  Der Übergang in die Diskussionsrunde erfolgte fliessend, wobei sich mit der Zeit allmählich Hunger und Durst bemerkbar machten…  Nach gut 2 ½ Stunden schloss der Präsident die GV und entliess uns ans reichhaltige Apérobuffet.

An dieser Stelle möchte ich mich beim ganzen Haldenbachteam für den absolut tadellosen Service während der ganzen GV bedanken, wir fühlen uns bei euch ganz nach dem Motto der SBB „unterwegs Zuhause“!  Selbsterklärend findet der Abend nach dem Nachtessen bei angeregten und amüsanten Diskussionen kaum ein Ende!

 

Vizepresi  P, Christoph Jud

 




























 


Nach fast genau einem Jahr und zehn Verhandlungsrunden, konnte der neu überarbeite GAV von Thurbo am 10.10.2016 in Tägerwilen im Beisein des neuen Thurbo-Verwaltungsratspräsidenten Werner Schurter sowie Vertreter der Berufsverbände und Thurbo unterzeichnet werden.

 

Weil sich alle Parteien im Herbst 2015 zu Verhandlungen bekannten, musste der GAV nicht gekündigt werden. Auch wurde nicht der gesamte GAV überarbeitet, sondern lediglich Anpassungen an den vordringlichsten Bereichen vorgenommen: Kapitel 7 (Arbeitszeit, arbeitsfreie Tage, Überzeit), Kapitel 8 (Ferien, Urlaub, Feiertage sowie Anhang 3 (Arbeitszeit und Entschädigungen).

 

 

Die Eckwerte der überarbeitete GAV-Artikel 7+8 Thurbo

-       Einführung einer zusätzlichen (5.) Ferienwoche für alle Mitarbeiter

-       Ein Ferientag wird neu mit 492 Minuten (statt 468 Min wie bisher) abgerechnet

-       Norm-Jahresarbeitszeit (N-JAZ) wird von 1950h auf 2000h erhöht

-       49 Stunden Zeitgutschrift erfolgen somit durch den längeren Ferientag sowie die zusätzlichen 5 Ferientage à 492 Minuten

-       Generelle Lohnerhöhung um 0.1% zum Ausgleich der um eine Stunde höheren Jahresarbeitszeit

-       Festlegung von verbindlichen Grenzwerten für die maximale Mehrarbeit pro Kalenderjahr (50h) und im Gesamtsaldo (100h) resp. Minderarbeit im Gesamtsaldo (-30h)

-       Einrichtung eines besonderen Zeitsparkontos, ohne Zugriffmöglichkeit für das Unternehmen, und mit verschiedenen Bezugsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden

-       Erhöhung Vaterschaftsurlaub von 2 auf 10 Tage

-       Erhöhung Mutterschaftsurlaub von 4 Monaten auf 18 Wochen

 

Der VSLF ist mit dem erzielten Resultat grossmehrheitlich zufrieden auch wenn dieses nicht in allen Punkten vollständig befriedigt. So wurde uns bereits im Vorfeld von Thurbo beschieden, dass Nacht- und Sonntagszulagen nicht Gegenstand dieser Verhandlungen sein werden. Wir hätten diese seit über 10 Jahren gleich hohen Zulagen gerne im gleichen Atemzug angepasst.

 

Der Bezug von ganzen Wochen aus dem Zeitsparkonto wäre aus unserer Sicht besser ohne ein Punktesystem, auf das wir keinen Einfluss nehmen können, eingeführt worden. Doch Thurbo wollte hier unbedingt ein solches System um die Verteilung der Wochen besser steuern zu können.

 

Hingegen begrüsst der VSLF das neue System zu den Grenzwerten (max. 50h pro Jahr resp. Insgesamt maximal 100h) das nun endlich Klarheit über die Auslegung dieses GAV-Artikels schafft. Am Anfang der Verhandlungen drohten diese genau an diesem Punkt zu scheitern, da sich die Haltung von Thurbo und des VSLF zu den Grenzwerten massiv voneinander unterschieden haben. Um ein weiteres Schiedsgericht zu vermeiden, einigte man sich auf die vorliegende Lösung, die Thurbo etwas mehr Flexibilität zugesteht, jedoch auch den Mitarbeiter vor übermässigen Mehr- oder Minderzeiten schützt.

 

VSLF Nr. 517, 10. Oktober 2016 SäG

 




Foto's: Chris Mansfield, mansfield.ch











 





 


 


Newsletter 27.9.2016 / SäG, AG

 

Einführung LEA lll und Smartphone


Wird nun alles besser? - Nicht ganz!

Lange hat es gedauert und der längst überfällige Ersatz für die altersschwachen Dell-Geräte steht uns in kürze bevor. Die Dell Geräte sind schon lange nicht mehr sehr zuverlässig und verweigern aus unterschiedlichen Gründen immer wieder den Dienst. Da die Ersatzgeräte ebenfalls mehrheitlich defekt sind, werden defekte mit noch nicht ganz so defekten Geräten ausgetauscht. Dies hat bei einigen Betroffenen dazu geführt, dass sie für ihren Dienst auf LEA-Print zurückgreifen. Die Variante mit LEA-Print wurde jedoch in einigen Depots (wie z.B. Winterthur) durch mehr schlecht als recht gewartete SBB-Drucker im Reservezimmer zusätzlich behindert. Da der Drucker über mehrere Wochen aus verschiedenen Gründen (technischer Defekt, fehlender Toner, fehlende Einbindung in die IT, etc.) ausser Betrieb war, wurden immer öfters private Geräte eingesetzt um die Fahrordnung
als PDF zu speichern.

 

Smartphone und Tablet

Anfang September 2016 hat Thurbo die Katze aus dem Sack gelassen. Das Nachfolgegerät des Dell-Netbook ist ein Tablet "Air 2" von Apple. Dazu kommt ein einheitliches Smartphone für alle Lokführer. Hier hat sich Thurbo für das Modell "Galaxy J5" von Samsung entschieden.
Die Konditionen für Telefonie und Datennutzung sind sehr vorteilhaft, da man sich dem SBB-Grosskundenvertrag anschliessen konnte. Innerhalb der Schweiz und fast ganz Europa kann
kostenlos telefoniert und gesimst werden.

Daten sind innerhalb der Schweiz unbegrenzt verfügbar. Einzig für das Datenroaming fallen Gebühren an, welche vom Mitarbeiter bei Gebrauch selber bezahlt werden müssen. Mit dem verwendeten Tablet kann jedoch NICHT telefoniert werden!

 

Auslieferung

Die ersten ca. 25 Test-Personen werden Ende Septmeber mit den neuen Geräten ausgestattet. Der Rest der Lf soll mit den Geräten in zwei Etappen ausgerüstet werden.
Auch wenn bei vielen Lf Smartphones und Tablets bereits im privaten Bereich eingesetzt werden, erwartet der VSLF eine Instruktion für die neuen Geräte und Funktionen. Nicht alle KollegInnen sind im Umgang mit diesen Geräten und Betriebssystemen vertraut. Auch wird Thurbo sowohl die WarnApp (soll das Anfahren gegen Halt zeigende Hauptsignale verhindern) wie auch die Adaptive Lenkung ADL (gegen Energieverschleiss durch unnötige Signalhalte) der SBB verwenden.

PC-Arbeitsplätze in den Depots

Die Einführung von LEA lll hat auch grosse Auswirkungen auf die PC-Arbeitsplätze in den Reservezimmern, sie werden per Ende 2016 aufgehoben und durch einen normalen PC mit Internetzugang und Drucker ersetzt.

Diese "SBB-Arbeitsplätze" bieten aktuell den fast uneingeschränkten Zugriff auf das Intranet der SBB und somit auf einen riesengrossen tagesaktuellen Wissensspeicher (Bahnhofpläne, ZEA, Tagesbogen, Signalpläne, Informationen zum FIP/FVP, Allgemeine SBB-Informationen, etc.).
Mit der Einführung der iPad's gibt es keinen Grund mehr, die SBB-Intranetzugriffe aufrecht zu erhalten. Der Mehrnutzen für unser Personal mit einem Zugriff auf das SBB-Intranet steht in keinem Verhältnis zum Preis." Zitat: Daniel Fust, OLF

 

Thurbo hat sich bereits vor längerer Zeit (in Absprache mit der Peko – siehe Protokoll 31/2015) dazu entschieden, uns Lokführern den Zugriff zum SBB Intranet zu kappen und zukünftig die wichtigsten Informationen auf eigenen Servern zur Verfügung zu stellen.
Wir sehen keine Verschlechterung der Situation, wenn wir die SBB-Anschlüsse auflösen. Im
Gegenteil, unsere Lokführenden können neu an jedem Ort und zu jeder Zeit auf die für die
Arbeitsausführung benötigten Informationen wie auch auf andere Bereiche des Thurbo-Intranet
zugreifen.
" Zitat: Daniel Fust, OLF

 

Der VSLF geht aufgrund der bisherigen Erfahrung davon aus, das diese Daten innert kürzester Zeit nicht mehr aktuell sind, da sie jemand im Büro manuell aus dem SBB-Intranet auf den Thurbo-LEA-Server abspeichern muss. Von einer Vollständigkeit, wie sie die SBB bieten ganz zu schweigen. Wir sind zudem gespannt, wie Informationen die zwingend tagesaktuell sein müssen gehandhabt werden (z.B. Tagesbogen).
Anfragen beim Fahrdienst z.B. über geänderte Abstellungen und Lage gewisser Gleise werden massiv zunehmen und das obwohl dieser die falsche Ansprechstelle ist.

 

Informationen zu FIP & Freifahrscheine

Wer bisher mit dem FIP unterwegs war, konnte für seine Planung das Intranet zur Hilfe ziehen. Hier sind für jedes Land Ausnahmebestimmungen und Informationen zur Benutzung der "Topzüge" abgelegt. Der Zugriff auf diese Informationen ist ab 2017 ebenfalls nicht mehr verfügbar. Thurbo (Personalabteilung) prüft, welche Informationen im Intranet verfügbar gemacht werden können.
Weil der FIP-Tarif nicht öffentlich ist und es nach FIP-Reglement Sache der Herausgeberbahn ist, Informationen zur Verfügung zu stellen, empfehlen wir euch, allfällige Anfragen direkt an die Personalbteilung zu richten.

 

Der VSLF wird die Umstellung der IT kritisch beobachten und wenn nötig bei Thurbo intervenieren und Nachbesserungen verlangen. Es darf nicht sein, dass das Personal an der Front (einer 90% SBB Tochtegesellschaft) vom restlichen SBB-Konzern komplett abgeschottet wird.
 

Termine: 18.11.2016 / 14:15 Generalversammlung Sektion Ost im Rest. Haldenbach in Zürich

 


 






Das VSLF-Abstimmungsbüro hat die eingegangenen Stimmzettel ausgezählt:

 

JA        92.11 %

NEIN      7.89 %

 

Stimmbeteiligung:  95 %

 

Der VSLF-Thurbo hat den ausgehandelten Änderungen an den GAV-Kapiteln 7 + 8 somit mehrheitlich zugestimmt.

 

VSLF, 25.04.2016 SäG


 


Am 12. April 2016 haben sich die Sozialpartner mit dem Geschäftsführer der Thurbo AG in Winterthur zur Frühlingssitzung getroffen. Erstmals mit dabei war der neue Personalchef Daniel Guyer.

 

Aktueller Geschäftsgang

Die Rechung 2015 schloss etwas unter Budget ab. Dies ist vor allem auf Mindereinnahmen im Bereich des Tarifverbundes "Ostwind" zurückzuführen.

Da die Kantone kein Geld für die Fahrzeugrevisionen locker machen wollen, muss Thurbo diese selber finanzieren. Das schlägt mit rund 4MCHF über 4 Jahre zu buche. Dieses Geld wird den Reserven entnommen.   

 

GAV-Gespräche

Nachdem sich die Parteien an der Verhandlungsrunde vom 8. April 2016 auf die Eckwerte geeinigt haben, hat auch der Verwaltungsrat Thurbo grünes Licht für die Änderungen gegeben. Die Abstimmung bei den Verbandsmitgliedern läuft noch bis 22. April 2016.

 

Vereinbarung Schiedsgericht

Die Verbände und Thurbo haben wie vom Schiedsgericht beauftragt erste Gespräche zur Lohnentwicklung im Lohnsystem Thurbo aufgenommen. Dabei wurde den Personalverbänden eine Kurve mit der Lohnentwicklung gezeigt. Vertiefte Gespräche folgen noch vor den Sommerferien an einer zusätzlichen Sozialpartnersitzung.

Auch die vom VSLF geforderte Anpassung der Lohnmatrix zugunsten der Mitarbeiter im Aufstieg wird in diesem Zusammenhang behandelt.

 

Arbeitszeit

Mit dem Abschluss der Ausbildung der Deltaklasse besteht ein ausgeglichener Personalbestand resp. ein leichter Personalüberbestand beim Lokpersonal. Es besteht somit wieder eher die Möglichkeit, beim Einteiler einen zusätzlichen Rasttag zu erhalten.

Bei Baustellen werden Touren teilweise um mehr als 1h verlängert. Oftmals wird dann aus einer (bezahlten) kurzen Pause eine (unbezahlte) lange Pause. Der Dienst dauert dann zwar länger, die bezahlte Arbeitszeit ist jedoch nicht viel grösser als bei der Originaltour. Die Verbände haben einmal mehr auf diese Thematik aufmerksam gemacht und Thurbo darum gebeten, diese Folgen bei der Planung der "Baustellen-Dienste" im Sinne des Mitarbeiters zu berücksichtigen.

Im Depot Winterthur wurden bei der Rasttagseinteilung der Reservisten im Durchschnitt nur 19.8 Ruhesonntage eingeteilt. Der Einteiler garantiert für jeden Lokführer mindestens 20 Ruhesonntage im Jahr.

 

Mitarbeitergespräche

Bei der Handhabung der Zeitgutschriften der Personalgespräche bestehen noch Differenzen zwischen dem VSLF und Thurbo. Es haben sich mehrere KollegInnen beim VSLF gemeldet, welche eine Rückkehr zum alten System wünschten, damit sicher sämtliche AZG/BAR-Vorgaben eingehalten werden und besonders die Ruhezeiten jederzeit nachvollziehbar sind. Der VSLF wünscht daher, dass die Personalgespräche wieder wie früher in eine Tour eingeteilt werden.

 

Weissbuch

Die Verbände stören sich ab einseitigen Bestimmungen (wie z.B. Verständigungsfristen bei Dienständerungen oder –verlängerungen), die von Thurbo im Weissbuch veröffentlicht werden. Thurbo ist hier nicht gesprächsbereit. Allfällige Verstösse gegen die BAR resp. Das AZG müssen in jedem Fall an Thurbo gemeldet werden. 

 

VSLF Nr. 506, 18. April 2016 SäG


 


transfari / VSLF

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Transfair und VSLF werden an folgenden Daten Fragen zu den GAV-Änderungen Kapitel 7 + 8 beantworten:

  • Donnerstag, 14. April 2016: 17:45 - 19:15 Uhr
    im Restaurant JACK&JO Winterthur (am HB bei der Hauptunterführung)

  • Montag, 18. April 2016: 09:00 - 11:00 Uhr
    im Personalzimmer in Weinfelden  

Eingeladen sind alle interessierten Kolleginnen und Kollegen unabhängig der Verbandszugehörigkeit.

 

8.4.2016


 


transfair / SEV / VSFL / Thrubo

 

Am 8. April einigten sich die Verhandlungsdelegationen der Thurbo AG und der drei Verbände SEV, VSLF und transfair auf die Eckwerte der neuen GAV-Kapitel 7 und 8. Diese Vorschläge werden nun der Geschäftsleitung von Thurbo und den Mitgliedern der Verbände zur Zustimmung unterbreitet. Die Detailaushandlungen der beiden Kapitel sollen im ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden, während die Ferieneintragung für 2017 bereits auf Grundlage des neuen GAV stattfinden soll.

 

Die wichtigsten Anpassungen in der Übersicht

  • Einführung einer zusätzlichen Ferienwoche
  • Ein Ferientag wird neu mit 492 Minuten abgerechnet
  • N-JAZ wird von 1950 auf 2000 h erhöht
  • 49 Stunden Zeitgutschrift erfolgen somit durch den längeren Ferientag sowie die zusätzlichen 5 Ferientage à 492 Minuten
  • Generelle Lohnerhöhung um 0.1% zum Ausgleich der um eine Stunde höheren Jahresarbeitszeit
  • Festlegung von verbindlichen Grenzwerten für die maximale Mehrarbeit pro Kalenderjahr und im Gesamtsaldo
  • Einrichtung eines besonderen Zeitsparkontos, ohne Zugriffmöglichkeit für das Unternehmen, und mit verschiedenen Bezugsmöglichkeiten für den Mitarbeitenden
  • Angesammelte Arbeitszeiten über den Grenzwerten werden nach Wahl des Mitarbeiters ins Zeitsparkonto oder ins Überzeitkonto verschoben.
  • Nicht beziehbare Zeitguthaben werden in Überzeit umgerechnet und zu 125% ausbezahlt.
  • Erhöhung Vaterschaftsurlaub von 2 auf 10 Tage
  • Erhöhung Mutterschaftsurlaub von 4 Monaten auf 18 Wochen

Die Eckwerte der wichtigsten Anpassungen im Detail

 

7.1 Jahresarbeitszeit und 8.1 Ferien

Für eine zusätzliche Ferienwoche wird die N-JAZ auf 2000h erhöht. Der Ferientag zählt neu 492 Minuten statt 468 Minuten. Die effektiv geleistete Arbeitszeit erhöht sich von 1794h auf 1795h. Für die zusätzliche Arbeitsstunde wird der individuelle Lohn um 0.1% erhöht (1h würde 0.05% entsprechen).

7.3 Arbeitszeit-Grenzwerte

Jahresgrenzwert:
Pro Kalenderjahr darf die individuelle Jahresarbeitszeit (I-JAZ) beim einzelnen Mitarbeiter um maximal 50 Stunden über- oder 30 Stunden unterschritten werden. Die Arbeitszeit über dem Jahresgrenzwert von 50 Stunden wird auf das Überzeitkonto oder auf Wunsch der Mitarbeitenden auf das Zeitsparkonto übertragen.

Saldogrenzwert:
Der Arbeitszeitsaldo darf am Ende des Kalenderjahrs zwischen plus 100 Stunden und minus 30 Stunden liegen. Die Arbeitszeit über dem Saldogrenzwert 100 Stunden wird auf das Überzeitkonto oder auf Wunsch der Mitarbeitenden auf das Zeitsparkonto übertragen.

Wird vom Arbeitgeber ein Saldo von unter minus 30 Stunden verursacht, wird dieser am Ende des Kalenderjahres auf minus 30 Stunden aufgefüllt. Auf Wunsch des Arbeitnehmers darf die Grenze von minus 30 Stunden nur nach Genehmigung des Vorgesetzten unterschritten werden. Die Rückführung in die Grenzwerte muss vereinbart werden.

8.2 Bezahlter Urlaub

Der Vaterschaftsurlaub wird von 2 auf 10 Tage erhöht. Der Urlaubstag zählt 492 Minuten.

8.5 Mutterschaftsurlaub

Der Mutterschaftsurlaub wird von 4 Monaten auf 18 Wochen erhöht.

7.7 Zeitsparkonto

Im Zeitsparkonto können Mitarbeitende Arbeitszeit für spätere Urlaube, individuelle Arbeitszeitreduktionen und vorzeitigen Altersrücktritt ansparen. Der Arbeitgeber darf die Mitarbeitenden nicht zu Bezügen aus dem Zeitsparkonto zwingen.

Die Zeitgutschriften aus den Arbeitszeitmodellen (GAV 7.1) sowie die Ausgleichszeit anstelle der Sonntagsdienst- und Nachtdienstzulagen (GAV A3.2.4) und die JAZ-Saldi über 100h werden per 1.1.2017 in das Zeitsparkonto überführt.

Die im angesparten Zeitguthaben können folgendermassen verwendet werden:

  • a)   Bezug einzelner Tage:
    Einzelne arbeitsfreie Tage werden durch Gesuch beim Einteiler eingegeben. Es ist einem normalen Rasttagsgesuch gleichgestellt.
  • b)   Bezug ganzer Wochen:
    Der Bezug ganzer arbeitsfreier Wochen erfolgt beim Schichtpersonal innerhalb der dafür vorgesehenen Bezugsbändern. Die Mitarbeitenden ohne Schichtdienst regeln den Bezug mit Ihrem Vorgesetzten.
  • c)   Individuelle Arbeitszeitreduktion.
    Die effektiv zu erbringende Arbeitszeit wird für eine zeitlich beschränkte Dauer gesenkt. Der Beschäftigungsgrad bleibt unverändert. Die Arbeitszeitreduktion muss spätestens Ende September des Vorjahrs beantragt werden.
  • d)   Vorzeitiger Altersrücktritt bei weiterlaufendem Arbeitsverhältnis.

 

Das Zeitsparkonto darf keinen Minussaldo und maximal ein Plus von 1000 Stunden aufweisen. Bevor dieser Grenzwert überschritten wird, vereinbart der Mitarbeitende mit seinem Vorgesetzten, wie das Zeitsparkonto innerhalb des Grenzwerts verbleibt.

Kann der Bezug aus dem Zeitsparkonto innerhalb der nächsten 24 Monate nicht gewährt werden, können die Mitarbeitenden das Zeitguthaben ganz oder teilweise ins UeZ-Konto umbuchen und zu 125% auszahlen lassen.

 

8.4.2016


 


Liebes VSLF-Thurbo-Mitglied

 

Nach sechs Verhandlungsrunden haben sich die Verhandlungsdelegationen von Thurbo und der drei Verbände SEV, VSLF und transfair am 8. April 2016 auf die Eckwerte der überarbeiteten GAV-Kapitel 7 und 8 geeinigt. Diese werden nun innerhalb der Verbände den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt.

 

Die Detailaushandlungen und der genaue Wortlaut der neuen GAV-Kapiteln der beiden Kapitel folgt im Anschluss an die Abstimmung und soll im ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden. Der Ferieneintrag für 2017 erfolgt bei einem Ja bereits Ende April 2016 auf Grundlage der neuen GAV-Artikel.

 

Auf dem beigelegten gemeinsamen Faktenblatt sind die wichtigsten Inhalte der GAV-Änderungen aufgeführt. In den folgenden Abschnitten werden wir die wichtigsten Änderungen genauer erläutern und unsere Einschätzung zu Stärken und Schwächen der neuen Paragraphen abgeben.

 

1. Eine zusätzliche Ferienwoche und Erhöhung der Norm-Jahresarbeitszeit (N-JAZ)

Die Norm-Jahresarbeitszeit (N-JAZ) wird von 1'950h auf 2'000h erhöht. Der Ferienanspruch wird für sämtliche Mitarbeiter um eine Woche erhöht. Ein Ferientag zählt neu 492 Minuten statt wie bisher 468 Minuten. Die effektiv geleistete Arbeitszeit erhöht sich von heute 1794h auf 1795h. Für die zusätzliche Arbeitsstunde wird der individuelle Jahreslohn um 0.1% erhöht (1h würde eigentlich nur 0.05% entsprechen!).

 

Der VSLF erachtet diese neuen Reglungen als fair, da die eine Stunde Mehrarbeit sogar doppelt abgegolten wird. Wir werten eine zusätzliche Woche Ferien zudem höher als 5 einzelne Rasttage. So kann eine 5. Ferienwoche bei allfälligen erneuten GAV-Änderungen nur sehr schwer wieder abgeschafft werden, Rasttage werden hingegen schnell weniger (besonders weil kein anderes grosses EVU in der Schweiz 126 Rasttage hat). Wer weiterhin mit nur 4 Wochen Ferien zufrieden ist, kann die 5. Woche in Einzeltagen beziehen.

 

2. Grenzwerte

Bisher wurde den im GAV verankerten Grenzwerten eher wenig Beachtung geschenkt. Auch legten Thurbo und die Verbände diese Werte völlig anders aus. Um ein zusätzliches Schiedsgericht abzuwenden, einigten sich Thurbo und die Verbände auf nachfolgende Werte.

 

Es gelten neu zwei Grenzwerte. Der Jahresgrenzwert gilt pro Kalenderjahr. Die individuelle Jahresarbeitszeit (I-JAZ) darf beim einzelnen Mitarbeiter um maximal 50 Stunden über- oder 30 Stunden unterschritten werden. Die Arbeitszeit über dem Jahresgrenzwert von 50 Stunden wird auf das Überzeitkonto oder auf Wunsch der Mitarbeitenden auf das Zeitsparkonto übertragen.

 

Der Arbeitszeitsaldo darf am Ende des Kalenderjahrs zwischen plus 100 Stunden und minus 30 Stunden liegen. Die Arbeitszeit über dem Saldogrenzwert von 100 Stunden wird auf das Überzeitkonto oder auf Wunsch der Mitarbeitenden auf das Zeitsparkonto übertragen.

Wird vom Arbeitgeber ein Saldo von unter minus 30 Stunden verursacht (Annahmeverzug), wird dieser am Ende des Kalenderjahres auf minus 30 Stunden aufgefüllt.

 

Der VSLF ist erfreut darüber, dass bei den Grenzwerten eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde und das Schiedsgericht nicht angerufen werden musste. Mit den neuen Grenzwerten soll auch dem Gesundheitsschutz der MitarbeiterInnen Rechung getragen werden.

Für Thurbo wird unbeschränkte Mehrarbeit unattraktiv, weil sie auf sämtliche die Grenzwerte überschreitende Zeit aber der ersten Stunde Überzeitzuschläge bezahlen muss.

Mit den neuen Grenzwerten erhält Thurbo im Gegenzug die Möglichkeit max. 100h Arbeitszeit (resp. so viel wie auf dem Arbeitszeitkonto vorhanden ist) "kalt" abzubauen.

 

3. Vater- und Mutterschaftsurlaub

Der Vaterschaftsurlaub wird von 2 auf 10 Tage erhöht, der Mutterschaftsurlaub wird von 4 Monaten auf 18 Wochen erhöht.

 

Die Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs erlaubt es werdenden Vätern nach der Geburt die Mutter zu entlasten und für einige Zeit das neue Familienmitglied zu pflegen. Beim Mutterschaftsurlaub (+ ca. 5 Tage) werden Anpassungen an die bei vielen anderen Unternehmungen übliche Erholungsphase vorgenommen. Der VSLF freut sich, in diesem Thema einen positiven Deal gemacht zu haben.

 

4. Zeitsparkonto

Im Zeitsparkonto können Mitarbeitende bis zu 1'000 Stunden Arbeitszeit für spätere Urlaube, individuelle Arbeitszeitreduktionen und vorzeitigen Altersrücktritt ansparen. Der Arbeitgeber darf die Mitarbeitenden nicht zu Bezügen aus dem Zeitsparkonto zwingen.

 

Einbezahlt werden Zeitgutschriften aus den Arbeitszeitmodellen sowie Zeit- statt Geld-Guthaben für Sonntagsdienst- und Nachtdienstzulagen. Auf Wunsch des Mitarbeiters kann auch die die Grenzwerte übersteigende Zeit in dieses Konto einbezahlt werden. Per 01.01.2017 werden zudem die JAZ-Saldi über 100h in das Zeitsparkonto überführt.

 

Die im Zeitsparkonto angesparten Zeitguthaben können in einzelnen Tagen, ganzen Wochen innerhalb besonderer Bezugsbänder, als Individuelle Arbeitszeitreduktion bei vollem Lohn oder zum vorzeitigen Altersrücktritt verwendet werden.

 

Mit dem Zeitsparkonto werden die Konten "Arbeitszeitmodelltage AZT" und "Zeit-statt-Geld ZSG" aufgehoben und in ein einziges Konto überführt. Es entsteht ein für den/die MitarbeiterIn "sicherer Hafen" für Zeitguthaben, da Thurbo nicht zu Bezügen aus diesem Konto zwingen kann. Der Bezug in Wochen wird je nach betrieblichen Möglichkeiten, in von den Ferien unabhängigen Bezugsbändern, gewährt. Man darf hier jedoch nicht all zu illusorisch sein. Bezüge werden zumindest in nachfragestarken Zeiten nicht oder nur beschränkt möglich sein.

 

Insgesamt wird der Aufwand zur Bewirtschaftung der Konten aber sicher reduziert. Für den Mitarbeiter bieten sich neue Möglichkeiten Zeitguthaben zu "bunkern" und abzusichern.

 

5. Gesamtpaket

Der VSLF ist überzeugt, mit diesen Bestimmungen gute neue Bedingungen für das Personal geschaffen zu haben. Es ist nun nicht mehr nur ein "Eins zu Eins"-Abtausch von Rasttagen in Ferien wie dies bei der letzten Abstimmung der Fall war. Nun sollte jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen Vorteil für sich finden.

 

Selbstverständlich hat alles auch seine Schattenseiten, so wird Thurbo z.B. mit dem neuen Grenzwert von +100 Stunden auch mehr Flexibilität geboten um Personalunter- und –überbestände besser auszugleichen. Ob und wie dies geschieht, kann an dieser Stelle nicht erläutert werden, da in den letzten Jahren selten bis nie ein Personalüberhang bestand.

 

Abstimmungsempfehlung

Der Vorstand des VSLF-Thurbo empfiehlt aus den vorgenannten Gründen ein JA zu den Änderungen an den GAV-Kapiteln 7 und 8.

 

Korrekturen deiner Personalien

Der VSLF hat seit einiger Zeit eine neue Datenbank. Da uns leider nicht immer alle Adressänderungen, Depotwechsel, etc. erreichen, möchten wir die Daten periodisch auf ihre Aktualität überprüfen.

 

Bitte kontrolliere deine Daten auf dem "Datenblatt" und korrigiere sie wo nötig. Bitte sende das Datenblatt zusammen mit dem unterschriebenen Stimmrechtsausweis und dem Abstimmungscouvert zurück. Vielen Dank für deine Mithilfe.

 

Für den Vorstand des VSLF-Thurbo

Sämi Gmür

 

8.4.2016


 


Am 15. März 2016 traf sich das Schiedsgericht Thurbo in Weinfelden zur zweiten Verhandlungsrunde mit der Befragung der Entwickler-Firma des Lohnsystems Thurbo.

 

Statt einem Entscheid durch das Schiedsgericht einigten sich die Beklagte (Thurbo) und die Kläger (SEV/VSLF) auf folgenden Vergleich, welcher nach Ablauf der Widerrufsfrist nun in Rechtskraft erwachsen ist.

  • Die Parteien halten übereinstimmend fest, dass den Mitarbeitenden der Beklagten kein Rechtsanspruch auf das Durchschreiten der Lohnbänder innert einer bestimmten Frist zusteht. Die Beklagte ist allerdings bestrebt, die Zielvorgaben wenn immer möglich zu erfüllen.
  • Die Parteien verpflichten sich, innert drei Monaten seit rechtskräftigem Abschluss des vorliegenden Schiedsverfahrens eine Standortbestimmung durchzuführen, im Rahmen welcher die Beklagte die Klägerinnen bzw. sämtliche Sozialpartner über die Differenz zwischen den Zielvorgaben und dem Ist-Zustand des Lohnsystems sowie über die Gründe für die fehlende finanzielle Alimentierung bzw. die Differenz orientiert.
  • Die Parteien verpflichten sich, anschliessend jährlich im Rahmen der Lohnverhandlungen entsprechende Standortbestimmungen durchzuführen.
  • Die Parteien halten übereinstimmend fest, dass die ausgewiesenen Mutationsgewinne inskünftig vollumfänglich zur Finanzierung der Lohnanstiege des Personals verwendet werden. Die Mutationsgewinne berechnen sich ohne Abzüge für Personalwerbekosten etc.
  • Die Beklagte verpflichtet sich, den jährlichen Mutationsgewinn abzuschätzen und den Klägerinnen bzw. sämtlichen Sozialpartnern jeweils längstens 20 Tage vor den jährlichen Lohnverhandlungen bekannt zu geben.

Lohnanstieg

Mit Enttäuschung müssen wir feststellen, dass das Schiedsgericht keinen Rechtsanspruch auf das Durchschreiten der Lohnbänder einer gewissen Frist aus dem GAV herauslesen wollte. Die im GAV verankerten Jahreszahlen werden hingegen als Zielvorgaben definiert, die wenn immer möglich einzuhalten sind.

 

Thurbo muss die Sozialpartner zukünftig jährlich über die Gründe für die fehlende Alimentierung des Lohnsystems aufklären, wenn die Lohnanstiege aus finanziellen Gründen nicht im vollem Ausmass gewährt werden können.

 

Mutationsgewinne

Das Schiedsgericht hat Thurbo verpflichtet den Sozialpartner jeweils vor den Lohnverhandlungen eine Berechnung der geschätzten Mutationsgewinne (ohne Werbekosten) des Folgejahres abzugeben. Dieser Prozentsatz wird künftig vollumfänglich zur Finanzierung der Lohnanstiege des Personals eingesetzt werden.

 

Dies bedeutet, dass die Lohnverhandlungen nicht bei Null starten, sondern mit einem Wert der in den letzten Jahren in der Grössenordnung von 0.4 - 0.5 % lag. Die Lohnverhandlungen drehen sich also nur noch um den Teil, den Thurbo zusätzlich für die Lohnstiege des Personals einsetzen muss.

 

Mehr Transparenz

Thurbo weist den Sozialpartnern künftig jährlich im Rahmen der Lohnverhandlungen aus, wie weit Thurbo von der Einhaltung der Lohnanstiege gemäss GAV entfernt ist. Dadurch wird ersichtlich wie viel finanzielle Mittel in den letzten Jahren zu wenig ins Lohnsystem geflossen sind. Durch die erhöhte Transparenz können die die Sozialpartner gemeinsam mit Thurbo konstruktiv darüber diskutieren, wie die Rückstände wieder aufgeholt und die Zielvorgaben des GAV „wenn immer möglich“ erfüllt werden.

 

Weshalb eine Vereinbarung?

Das Schiedsverfahren endete nicht mit einem Urteilsspruch sondern mit einer Vereinbarung zwischen der Beklagten (Thurbo) und den Klägern (SEV/VSLF). Als Kläger mussten wir einsehen, dass wir mit unserer wichtigsten Forderung (dem durchschreiten des Lohnbandes innert einer gewissen Frist) bei einem Urteil unterlegen wären und der Fortbestand der weiteren in der Vereinbarung festgehaltenen Punkte ungewiss wären. Das Schiedsgericht hat das im Rahmen der Verhandlungen sehr deutlich gemacht. Zudem enthält die Vereinbarung verschiedene Verbesserungen, die für das Personal ebenfalls ein hohes Gewicht und Bedeutung haben.

 

Für den VSLF wurde mit dieser Vereinbarung das maximal Mögliche erreicht, was bei diesem Schiedsgericht möglich war. Das Thema der Lohnanstiege steht dennoch weiterhin auf der Traktandenliste und wird uns weiterhin stark beschäftigen.

 

 

VSLF Nr. 504, 29. März 2016 SäG



 


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