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„Wir fordern die Arbeitgeber sowohl auf europäischer Ebne als auch auf den jeweiligen nationalen Ebenen nachdrücklich auf, alle Themen, die die Arbeits- und Sozialbedingungen des grenzüberschreitend fahrenden Personals auf den Zügen relevant tangieren, mit der ALE zu verhandeln“. Diese von ALE-Präsident Manfred Schell formulierte Vorgehensweise wurde vom ALE-Vorstand in seiner vom 6. bis 8. Mai 2009 in Rom stattfindenden Vorstandssitzung als Resolution verabschiedet.

„Die ALE wird nicht länger ihren Ausschluss aus den europäischen Foren zulassen, in denen für die von ihr vertretenen Arbeitnehmer wichtige Entscheidungen getroffen werden. Und sie wird auf keinen Fall akzeptieren, dass ihre Beteiligung mittels Delegation über eine andere Organisation stattfindet,“ so der ALE-Vorstand. Damit wurde eine Kooperation mit der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF), endgültig abgelehnt. Die der ALE unterbreiteten Bedingungen, um in den Europäischen Sozialen Dialog Eisenbahn einzutreten, wurden selbst bewusst als unannehmbar abgelehnt: „Die ALE ist nicht der Wurmfortsatz der ETF“, so der ALE-Vorstand.


An der Vorstandssitzung und 20-Jahr Feier am 8. Mai 2009 nahmen Mitglieder aller 16 ALE-Mitgliedsorganisationen mit ihren Vorständen und weiteren Kollegen teil.
Fast genau 20 Jahre zuvor, nämlich am 8. Juni 1989 war die ALE in Rom von Lokführern aus vier Nationen gegründet worden, darunter der VSLF.
Manfred Schell, Mitbegründer und langjähriger Präsident der ALE, preist die ALE als „Erfolgsstory“: „Das Ziel zum Beginn der internationalen Arbeit lautete 1989, einander gegenseitige Hilfe zu leisten. Dies galt insbesondere, als die Freiheit nach Osteuropa kam.“ Damals habe es gegolten, Personalabbau und Privatisierungen in den ehemaligen Staatsbahnen sozialverträglich zu gestalten. Und auch heute noch sei es das Ziel der ALE, die materiellen und sozialen Verhältnisse sowie die arbeitzeitrechtlichen Bestimmungen im europäischen Schienensektor zu vereinheitlichen, um einen ruinösen Wettbewerb durch Lohndumping zu verhindern. „Die ALE wird es schaffen, in Europa als Verhandlungspartner anerkannt und geschätzt zu werden, weil sie den grossen europäischen Gewerkschaften mit Alleinvertretungsanspruch den Kampf ansagt und ihnen auch gewachsen sein wird“, so Schell.

Die ALE hat zu ihrem 20jährigen Bestehen eine Broschüre herausgegeben. Sie kann im Internet unter www.ale.li eingesehen und als pdf heruntergeladen werden.





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