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Frühlings-Sozialpartnersitzung mit Thurbo

Am 12. April 2016 haben sich die Sozialpartner mit dem Geschäftsführer der Thurbo AG in Winterthur zur Frühlingssitzung getroffen. Erstmals mit dabei war der neue Personalchef Daniel Guyer.

 

Aktueller Geschäftsgang

Die Rechung 2015 schloss etwas unter Budget ab. Dies ist vor allem auf Mindereinnahmen im Bereich des Tarifverbundes "Ostwind" zurückzuführen.

Da die Kantone kein Geld für die Fahrzeugrevisionen locker machen wollen, muss Thurbo diese selber finanzieren. Das schlägt mit rund 4MCHF über 4 Jahre zu buche. Dieses Geld wird den Reserven entnommen.   

 

GAV-Gespräche

Nachdem sich die Parteien an der Verhandlungsrunde vom 8. April 2016 auf die Eckwerte geeinigt haben, hat auch der Verwaltungsrat Thurbo grünes Licht für die Änderungen gegeben. Die Abstimmung bei den Verbandsmitgliedern läuft noch bis 22. April 2016.

 

Vereinbarung Schiedsgericht

Die Verbände und Thurbo haben wie vom Schiedsgericht beauftragt erste Gespräche zur Lohnentwicklung im Lohnsystem Thurbo aufgenommen. Dabei wurde den Personalverbänden eine Kurve mit der Lohnentwicklung gezeigt. Vertiefte Gespräche folgen noch vor den Sommerferien an einer zusätzlichen Sozialpartnersitzung.

Auch die vom VSLF geforderte Anpassung der Lohnmatrix zugunsten der Mitarbeiter im Aufstieg wird in diesem Zusammenhang behandelt.

 

Arbeitszeit

Mit dem Abschluss der Ausbildung der Deltaklasse besteht ein ausgeglichener Personalbestand resp. ein leichter Personalüberbestand beim Lokpersonal. Es besteht somit wieder eher die Möglichkeit, beim Einteiler einen zusätzlichen Rasttag zu erhalten.

Bei Baustellen werden Touren teilweise um mehr als 1h verlängert. Oftmals wird dann aus einer (bezahlten) kurzen Pause eine (unbezahlte) lange Pause. Der Dienst dauert dann zwar länger, die bezahlte Arbeitszeit ist jedoch nicht viel grösser als bei der Originaltour. Die Verbände haben einmal mehr auf diese Thematik aufmerksam gemacht und Thurbo darum gebeten, diese Folgen bei der Planung der "Baustellen-Dienste" im Sinne des Mitarbeiters zu berücksichtigen.

Im Depot Winterthur wurden bei der Rasttagseinteilung der Reservisten im Durchschnitt nur 19.8 Ruhesonntage eingeteilt. Der Einteiler garantiert für jeden Lokführer mindestens 20 Ruhesonntage im Jahr.

 

Mitarbeitergespräche

Bei der Handhabung der Zeitgutschriften der Personalgespräche bestehen noch Differenzen zwischen dem VSLF und Thurbo. Es haben sich mehrere KollegInnen beim VSLF gemeldet, welche eine Rückkehr zum alten System wünschten, damit sicher sämtliche AZG/BAR-Vorgaben eingehalten werden und besonders die Ruhezeiten jederzeit nachvollziehbar sind. Der VSLF wünscht daher, dass die Personalgespräche wieder wie früher in eine Tour eingeteilt werden.

 

Weissbuch

Die Verbände stören sich ab einseitigen Bestimmungen (wie z.B. Verständigungsfristen bei Dienständerungen oder –verlängerungen), die von Thurbo im Weissbuch veröffentlicht werden. Thurbo ist hier nicht gesprächsbereit. Allfällige Verstösse gegen die BAR resp. Das AZG müssen in jedem Fall an Thurbo gemeldet werden. 

 

VSLF Nr. 506, 18. April 2016 SäG



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