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Frühlings-Sozialpartnersitzung mit Thurbo

Am 17. April 2017 haben sich die Sozialpartner mit einer Delegation von Thurbo (Werner Fritschi, Stefan Thalmann, Urs Sennhauser, Daniel Guyer) in Kreuzlingen zur Frühlingssitzung getroffen.

 

Aktueller Geschäftsgang

Die Rechnung des Jahres 2016 schloss mit einem guten Resultat ab. Die Mitarbeiter wurden mit einem Bonus am guten Geschäftsabschluss beteiligt. Der gute Abschluss ist einerseits auf einen gestiegenen Personenverkehrsertrag sowie auf einmalige Effekte zurückzuführen.

Für das Jahr 2017 können noch keine Prognosen gemacht werden, da ein Grossteil der Einnahmen von den Billetterträgen abhängig ist. Die Offerten an die Kantone für die Jahre 2018/19 werden in den nächsten Monaten versendet. Wieviel dann effektiv bestellt wird, kann derzeit noch nicht sicher gesagt werden.

 

GAV-Verhandlungen 2017

Am 20.3.2017 fand das erste Treffen der Berufsverbände mit Thurbo statt. Nachdem letztes Jahr die Kapitel 7+8 des GAV verhandelt wurden, sollen nun die restlichen Kapitel sowie das Thema Lohnsystem behandelt werden. Die BAR LP/ZP werden zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet. Am ersten Treffen wurden die Forderungskataloge ausgetauscht. Weitere Sitzungen sind für Ende April/Anfang Mai angeplant.

 

Pensionskasse

Der Bereich Pensionskasse wurde im Intranet neu strukturiert. Die Rendite und der Deckungsgrad liegen auf dem Niveau des Swiss Benchmark. Im Herbst 2017 läuft die Amtszeit des Stiftungsrates aus. Für die zwei frei werdenden Sitze auf Seite der Arbeitnehmervertreter werden noch geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten gesucht. Bitte meldet euch bei Interesse bei Sämi Gmür oder direkt bei Erich Fry (Vize-Präsident des Stiftungsrates).

 

Zeitabbau / Arbeitszeit

Aktuell besteht beim Lokpersonal ein kleiner (gewollter) Überbestand. Ab 2018, wenn die jetzige LfA-Klasse fertig ausgebildet ist, wird dieser ungefähr 5-10 FTE (Full Time Equivalent) betragen. Damit können auch nächstes Jahr die hohen Zeitkonten abgebaut werden und Zeitbezüge im grösseren Stil getätigt werden. Nutzt diese Möglichkeit! 2019 werden voraussichtlich keine grösseren Bezüge möglich sein.

Das Vorgehen über den Zeitabbau kam bei den Verbänden und vielen Mitgliedern nicht gut an, da unter anderem von einer Zwangseinteilung die Rede ist, falls die MitarbeiterInnen nicht selber aktiv werden und den Vorgaben von Thurbo Folge leisten. Zur Zeit bestehen noch immer Differenzen über die Grenzwerte. Einig sind wir uns im Punkt, dass die effektive Überzeit (Uez) so schnell wie möglich wieder abgebaut werden muss.

Bei den Verhandlungen über Kapitel 7+8 im letzten Jahr wurde vereinbart, die Arbeitszeitmodelltage (ehemals 2'000h / 2'050h-Modelle) mit 492Minuten umzubuchen. Ursprünglich waren pro 6 Tage 50 h (3'000 Minuten) nötig. Eine Anfrage, die fehlenden 8 Minuten aus Kulanz nachzubuchen lehnte Thurbo ab. Es bleibt hier festzuhalten, dass die 8 Minuten auch nach altem Modell der Firma geschenkt wurden.

 

Mitarbeitergespräche

Bei der Handhabung der Zeitgutschriften für die Personalgespräche bestehen noch immer Differenzen zwischen dem VSLF und Thurbo. Es haben sich auch dieses Jahr KollegInnen beim VSLF gemeldet, welche eine Rückkehr zum alten System wünschten, damit sämtliche AZG/BAR-Vorgaben eingehalten werden und besonders die Ruhezeiten jederzeit nachvollziehbar sind. Der VSLF wünscht daher, dass die Personalgespräche wieder, wie bis 2015 üblich, von Anfang an in voller Länge in eine Tour eingeteilt werden. Thurbo lehnt dies weiterhin ab.

 

Verschiedenes

Die Untersuchungen durch den Medical Service der SBB wurden ausgelagert. Vorerst werden die periodischen Untersuchungen von einem Vertrauensarzt in Frauenfeld durchgeführt. Später will man sich der neuen Lösung der SBB mit Helsana/Swiss Medical anschliessen.

Die Mitarbeiterbefragung wurde von rund 75% der Kolleginnen und Kollegen beantwortet. Es wurden ausschliesslich gestiegene Werte verzeichnet. Der Gesamteindruck ist auf dem Level der vergleichbaren EVU. Eine ausführlichere Zusammenfassung folgt. Freihändig angebrachte Bemerkungen werden für die Auswertung gruppiert.

Die Verbände haben sich betreffend der Organisation und Zeitgutschrift für die Abgabe der neuen Arbeitsgeräte (LEA und Mobiltelefon) im Dezember 2016 an Thurbo gewandt. In einem Schreiben von Hr. Boos haben wir einen negativen Entscheid erhalten. Gemäss Thurbo gingen mehrere Rückmeldungen von Lokführern und Lokführerinnen ein, die diesen Entscheid für sehr massvoll halten. Für die Bedienung des Tablets und des Telefons werden am nächsten Kurstag Tipps und Tricks abgegeben.

 

Der Umfang sowie die Art und Weise der Periodischen Prüfungen wird vom BAV in den VTE geregelt. Der Fragenkatalog ist vorgegeben. Thurbo behält im Moment das aktuelle Prüfungsschema. Die Prüfungen sollen jedoch dereinst elektronisch durchgeführt werden.

FDV+AB werden auf Wunsch auch weiterhin im Prüfungsjahr in Papierform abgegeben. Zudem wird es vom BAV einen Zusammenzug der verschiedenen Vorschriften mit Querverweisen im PDF-Format geben. Die SBB-Vorschriften-App ist für Thurbo kein Thema.

 

In Zukunft werden an der Sozialpartnersitzung auch die Leiter Zug- resp. Lokomotivpersonal anwesend sein, damit ein allgemeiner Austausch mit diesen Stellen unbürokratisch stattfinden kann.

 

VSLF Nr. 529, 25. April 2017 SäG



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