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Verlangte zusätzliche Arbeitstage bei SBB P nicht statthaft

In der Jahresrotation sind anhand der durchschnittlichen Arbeitszeit die zuzuteilenden Freitage zu definieren. Die zugeteilten Freitage dürfen den Wert von 115/116 Freitagen nicht unterschreiten. Ebenfalls darf die Abweichung nicht mehr als +/- 3 Freitage gegenüber der Berechnung betragen. Das heisst, wenn ein Tourenschnitt von 118 Freitagen errechnet wird, dass mindestens 115 Tage und maximal 121 Tage eingeteilt werden müssen.

 

Dass dies eingehalten wird liegt nach GAV alleine in der Verantwortung der Vorgesetzten. Leider wurde diese Arbeit einmal mehr nicht erledigt und die Arbeitszeiten nicht rechtzeitig korrigiert. Sind nun im letzten Jahr mehr arbeitsfreie Tage zugeteilt worden, ist der Vorgesetzte verantwortlich, um den Schnitt der Arbeitszeit zu erhöhen. Das Streichen von Freitagen, wie jetzt teilweise von Vorgesetzten verlangt wird, ist nicht statthaft.

 

Uns befremdet, dass dieses Vorgehen bei SBB P-OP-ZF, zumal sie die volle Verantwortung dafür tragen und es eine ihrer Hauptaufgaben wäre, einfach ignoriert wird. Die Einteilungen der Freitage sind seit dem November des Vorjahres jeweils bekannt, mittlerweile sind sechs Monate vergangen und es ist Mai.

 

Wir empfehlen den betroffenen Lokführern, bei Anfragen nach zusätzlichen Arbeitstagen ihre Vorgesetzten darauf hinzuweisen, dass die Arbeitszeit an den zugeteilten Arbeitstagen erbracht werden darf.

 

VSLF Nr. 530, 18. Mai 2017 HG



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