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Aussprachen mit SBB P zu SOPRE

Entscheide der Leitung SBB Personenverkehr: Eine Rückkehr zu PIPER gibt es nicht mehr, SOPRE bleibt. Die Mehraufwendungen für die Arbeit mit SOPRE sollen gewährt werden.

 

 

Im Januar verlangten die Sozialpartner der SBB SEV/LPV, transfair und VSLF eine Aussprache mit dem SBB CEO Andreas Meyer über die gravierenden Probleme mit dem Planungsprogramm SOPRE beim Lokpersonal bei SBB Personenverkehr, Thurbo und TILO. Der CEO Andreas Meyer verwies uns an das geplante Treffen mit Leiter SBB P Toni Häne.

 

An dieser Aussprache vom 12. Januar 2018 waren unter anderem Vertreter der PEKO Fläche ZF sowie SBB HR anwesend.

Die SOPRE Task Force versucht seit bald einem Jahr die Probleme des Programmes zu stabilisieren. Die SBB versicherte uns erneut, dass die Probleme bekannt sind und an Lösungen gearbeitet wird. So wurden z.B., um die gravierenden, täglichen Probleme zu bewältigen, zusätzliche Stellen für SOPRE geschaffen; allein bei SBB P Zugführung ZF sind es 41, bei SBB VM diverse Stage-Mitarbeiter und bei Thurbo 3 zusätzliche Stellen.

Das angekündigte Vorgehen von ZF, im April 2018 zu entscheiden, ob auf das bisherige Programm PIPER zurückgekehrt werden soll, hat sich somit erübrigt. Die von der PEKO ausgewiesenen Mehraufwendungen für das Lokpersonal und für die Kollegen von RP werden also nicht eliminiert.

 

Der einhergehende Vertrauensverlust wiegt schwer, wie schon wiederholt in diesem Projekt. Die Reaktion auf unsere Aussage betreffend Vertrauensverlust von Seiten SBB war, dass SOPRE einzig ein Unternehmungs-Entscheid sei und dass bei der SBB der Lohn regelmässig ausbezahlt wird. Dies lässt tief blicken.

Auf die Frage, was die Mitarbeiten genau zu tun haben, wenn sie nicht mehr bereit sind, in der Freizeit für die SBB Digitalisierungsfehler zu lösen, erhielten wir vom Arbeitgeber SBB keine Antwort. Einzig versprochen wurde, dass im April 2018 die SOPRE Mehraufwendungen mit der PEKO ZF aufgearbeitet und rückwirkend korrekt abgegolten werden sollen.

Woher die SBB diese Selbstverständlichkeit in Anspruch nimmt, auf die Freizeit des Personal Zugriff zu nehmen – nach Jahren des Personalmangels und Fauxpas wie mit den Sprachprüfungen –, zeugt entweder von Arglosigkeit oder von mangelndem Realitätssinn.

 

Wir bedauern, auch zukünftig mit einem Programm arbeiten zu müssen, welches auf absehbare Zeit nicht die Qualität und das saubere gesetzliche Abbilden des Arbeitszeitgesetzes analog des Vorgängerprogramms PIPER erfüllen kann. Gewisse Verbesserungen sollen kontinuierlich umgesetzt werden, konkrete Zeithorizonte konnten nicht genannt werden. Seit Jahren wurde bereits erfolglos Verbesserungen versucht.

 

Dass die SBB versucht, die aus dem Ruder gelaufenen bisherigen und zukünftigen Kosten wegen SOPRE wieder zu kompensieren, ist legitim.

Dass wir als Vertreter des Lokpersonals nicht zulassen werden, dass Fehlentscheide des Kaders auf unsere Kosten kompensiert werden, ist legitimer.

 

Dies gilt sowohl für die aktuellen GAV-Verhandlungen, wie auch für zukünftige Fehlentscheidungen.

 

VSLF Nr. 552, 13. Februar 2018 HG/DR



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