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Zürich, den 21. März 2015


Resolution der Generalversammlung


Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter VSLF zu den branchenüblichen Arbeitsbedingungen gemäss Eisenbahngesetz


an Frau Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements UVEK


Sehr geehrte Frau Bundesrätin Leuthard


Voraussetzung für die Erteilung und Erneuerung der Netzzugangsbewilligung bildet gemäss Artikel 8d Absatz 1 Buchstabe d des Eisenbahngesetzes (EBG, SR 742.101) die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Vorschriften und der Arbeitsbedingungen der Branche.


Die Crossrail AG mit Sitz in Muttenz erfüllt aus unserer Sicht diese Voraussetzung nicht. Die genannte Firma besitzt keinen Gesamtarbeitsvertrag und stellt Lokomotivführer bis zu 50% unter dem branchenüblichen Lohn an.


Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist für die Definition der branchenüblichen Arbeitsbedingungen im Schienengüterverkehr verantwortlich. Diese Definition durch das BAV ist bis heute nicht erfolgt.


Der VSLF fordert, dass alle Lokomotivführer/innen, welche in der Schweiz angestellt sind, nach den branchenüblichen Anstellungsbedingungen eingestellt und entlöhnt werden.


Die Branche des Schienengüterverkehrs in der Schweiz stellen primär die Bahnen SBB Cargo AG, SBB Cargo International, BLS AG und Südostbahn SOB AG dar. Die Löhne sind in den entsprechenden Gesamtarbeitsverträgen GAV geregelt.

Eine Unterscheidung der Branche des Schienengüterverkehrs nach den Verkehrsarten Transitverkehr und Inlandverkehr nach dem Grundlagenbericht der Firma Ecoplan vom 14. Januar 2015, mit der Möglichkeit der Anstellung von Lokführer/innen in der Schweiz nach ausländischen Arbeitsbedingungen, ist nicht akzeptabel und entspricht nach unserer Ansicht nicht dem politischen Willen in der Schweiz.


Wir fordern Sie Frau Bundesrätin Leuthard auf, sich dafür zu verwenden, dass das BAV die branchenüblichen Löhne für die Lokführer/innen in der Schweiz entsprechend dem Branchendurchschnitt definiert.


Für Ihren Einsatz und ihre tägliche Arbeit zugunsten der Schweiz bedanken wir uns bei Ihnen.


Diese Resolution ist an der Generalversammlung des VSLF vom 21. März 2015 in Zürich
einstimmig verabschiedet worden.

 

Der Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter VSLF ist ein politisch und konfessionell unabhängiger Berufsverband und vertritt rund 1'700 Lokomotivführer/innen in der Schweiz.


Der VSLF ist Sozialpartner bei:
SBB AG, BLS AG, SOB AG, Thurbo AG, TILO SA, RegionAlps SA


Kopie der Resolution geht an:
• Herr Walter Thurnherr, Generalsekretär des UVEK
• Herr Dr. Peter Füglistaler Bundesamt für Verkehr BAV
• Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV
• Personalverband transfair
• Bürgerlich Demokratische Partei BDP
• Christlichdemokratische Volkspartei CVP
• Evangelische Volkspartei der Schweiz EVP
• FDP.Die Liberalen.
• Die Grünen GPS
• Grünliberale GLP
• Lega dei Ticinesi
• Mouvement Citoyens Genevois MCG
• Schweizerische Volkspartei SVP
• Sozialdemokratische Partei SP
• Schweizer Presse




 


Zürich, den 21. März 2015


Resolution der Generalversammlung


an Andreas Meyer, CEO der SBB AG


Sehr geehrter Herr Meyer


Der Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter VSLF fordert die Konzernleitung der SBB AG auf, dafür besorgt zu sein, dass die Löhne der dienstjungen Lokomotivführer/innen bei SBB Personenverkehr, welche unter der Vision 2010* angestellt wurden, in ein adäquates Verhältnis zu den aktuellen Neueinstellungen und den dienstälteren Lokomotivführer/innen gestellt werden.
Die dienstjungen Lokomotivführer/innen bei SBB Personenverkehr wurden in den Jahren 2005 bis 2009 unter dem Lohnband der damaligen Funktionsstufe 11 angestellt (CHF 56'000 – CHF 62'000). Bis heute erfolgte keine Anpassung an das neue Lohnniveau nach TOCO, und die Lohnanstiege aufgrund der Lohnverhandlungen der letzten Jahre waren bescheiden.
Durch die aktuellen Neuanstellungen der Lokführer/innen bei CHF 70'005.– ergibt sich ein Delta gegenüber der Löhne der Kollegen/innen nach 6 bis 10 Dienstjahren. Dies muss mit der aktuellen Überprüfung und Anpassung der Lokführer-Löhne korrigiert werden.


* ex. P 141.1 Zukunftsbild Lokführer 2010 Vereinbarung zum Verhandlungsabschluss vom 29.6.2005

 

Diese Resolution ist an der Generalversammlung des VSLF vom 21. März 2015 in Zürich einstimmig verabschiedet worden.

Kopie der Resolution geht an:
• Herr Dr. Ulrich Gygi, Präsident des Verwaltungsrates der SBB AG
• Herr Markus Jordi, Leiter SBB HR
• Frau Jeannine Pilloud, Leiterin SBB P Personenverkehr
• Frau Doris Matyassy, Leiterin SBB HR P Personenverkehr
• Herr Thomas Brandt, Leiter SBB P-OP Operating
• Herr Manfred Haller, Leiter SBB P-OP ZF Zugführung
• Herr Didier Bieri, Leiter SBB P HR P-OP-ZF Zugführung



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